Glossar der Businessfotografie
Von Headshot über Nutzungsrechte bis Retusche: Hier erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Business- und Unternehmensfotografie - verständlich und ohne Fachchinesisch, damit Sie Ihr nächstes Fotoshooting sicher planen und Angebote besser vergleichen können.
A
- Available Light
Fotografie mit vorhandenem, natürlichem Licht (Fenster, Tageslicht) ohne zusätzlichen Blitz. Wirkt oft weich und authentisch und eignet sich gut für Reportage- und On-Location-Aufnahmen in Ihren Büroräumen.
Auch: Natürliches Licht
B
- Belichtungszeit
Die Dauer, in der der Sensor Licht aufnimmt. Kurze Zeiten frieren Bewegung ein (wichtig bei Team- und Eventfotos), lange Zeiten erfordern ein Stativ. Für Sie als Auftraggeber relevant, weil sie mitbestimmt, ob Bewegung scharf abgebildet wird.
- Bildbearbeitung
Die Nachbearbeitung der Aufnahmen am Rechner: Auswahl, Farb- und Helligkeitskorrektur, Zuschnitt und Retusche. Ein großer Teil der Qualität entsteht hier - fragen Sie, wie viele final bearbeitete Bilder im Angebot enthalten sind.
- Bildrechte
Der Fotograf ist Urheber der Bilder und bleibt es rechtlich immer. Sie als Unternehmen erwerben lediglich Nutzungsrechte (siehe unten). Klären Sie vor dem Shooting schriftlich, wofür und wie lange Sie die Fotos verwenden dürfen.
- Blende
Die Öffnung im Objektiv, die die Lichtmenge und die Schärfentiefe steuert. Eine offene Blende (kleine Zahl) erzeugt einen unscharfen Hintergrund (siehe Bokeh) und stellt die Person frei - typisch für hochwertige Business-Portraits.
- Bokeh
Der weich gezeichnete, unscharfe Hintergrund eines Bildes. Ein schönes Bokeh hebt die fotografierte Person hervor und wirkt professionell - häufig gewünscht bei Headshots und Portraits.
- Brennweite
Bestimmt Bildausschnitt und Wirkung eines Objektivs. Längere Brennweiten (z. B. 85 mm) sind für schmeichelhafte Portraits beliebt, weil sie Gesichtszüge natürlich abbilden. Weitwinkel eignet sich eher für Räume und Gruppen.
- Business-Portrait
Ein professionelles Porträt für den geschäftlichen Einsatz - etwa für Website, LinkedIn oder Pressearbeit. Es transportiert Kompetenz und Sympathie und ist die häufigste Anfrage im Verzeichnis.
- Buyout
Der Erwerb umfassender bis vollständiger Nutzungsrechte, oft zeitlich und räumlich unbegrenzt. Sinnvoll, wenn Sie Bilder langfristig und flexibel (Website, Print, Kampagnen) einsetzen wollen. Ein Buyout erhöht in der Regel das Honorar.
Auch: Verschlusszeit
Auch: Postproduktion, Postproduction
Auch: Urheberrecht, Copyright
Auch: Aperture, Blendenzahl
Auch: Businessfoto, Businessportrait
Auch: Total Buyout
C
- Color Grading
Das gezielte Abstimmen der Farbstimmung über eine ganze Bildserie, damit alle Fotos einheitlich wirken und zu Ihrer Corporate Identity passen. Besonders wichtig, wenn Bilder gemeinsam auf einer Website oder Broschüre erscheinen.
- Composing
Das Zusammenfügen mehrerer Aufnahmen oder Elemente zu einem neuen Bild, etwa um Personen vor einem austauschbaren Hintergrund freizustellen oder Team-Mitglieder nachträglich zu ergänzen.
- Corporate Identity (Bildsprache)
Der einheitliche visuelle Auftritt Ihres Unternehmens. Eine konsistente Bildsprache (Farben, Lichtstimmung, Bildausschnitt) sorgt für Wiedererkennung. Gute Fotografen richten das Shooting an Ihrer CI aus.
Auch: Farblook, Farbstimmung
Auch: Bildmontage
Auch: CI, Bildwelt
D
- DPI / PPI
Maß für die Bildauflösung. Für den Druck werden meist 300 DPI benötigt, für das Web genügen 72 PPI. Klären Sie, in welcher Auflösung Sie die Dateien erhalten, damit sie sowohl online als auch gedruckt gut aussehen.
Auch: Auflösung, dots per inch
E
- Employer Branding
Die Darstellung Ihres Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber. Authentische Team-, Recruiting- und Homestory-Fotos sind ein zentraler Baustein, um im Wettbewerb um Fachkräfte zu überzeugen.
Auch: Arbeitgebermarke
F
- Farbraum
Legt fest, welche Farben in einer Datei darstellbar sind. sRGB ist der Standard für Web und Bildschirm, Adobe RGB bietet mehr Spielraum für den professionellen Druck. Nennen Sie dem Fotografen den geplanten Verwendungszweck.
- Freisteller
Ein Motiv, das vom Hintergrund gelöst und meist vor Weiß platziert wird. Ideal für Onlineshops, Kataloge und einheitliche Team-Seiten, auf denen alle Personen vor gleichem Hintergrund erscheinen sollen.
Auch: sRGB, Adobe RGB, Colorspace
Auch: Freistellen, Cut-out
H
- Headshot
Ein eng geschnittenes Porträt von Kopf und Schultern - der Klassiker für Team-Seiten, Netzwerkprofile und Bewerbungen. Headshots leben von direktem Blick, gutem Licht und dezenter Retusche.
- Homestory
Eine reportagehafte Bildserie, die Menschen in ihrem Arbeitsalltag zeigt. Vermittelt Nähe und Authentizität und eignet sich hervorragend für Karriereseiten und Employer Branding.
Auch: Reportage
I
- Imagefotografie
Fotos, die Ihr Unternehmen als Ganzes präsentieren - Räume, Produkte, Abläufe und Menschen. Sie prägen den ersten Eindruck auf Website, in Broschüren und in der Presse.
- ISO
Die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Höhere Werte ermöglichen Fotos bei wenig Licht, können aber Bildrauschen erzeugen. Für Sie ein Qualitätsindikator: Profis halten den ISO-Wert so niedrig wie möglich.
Auch: Unternehmensfotografie, Corporate Photography
Auch: Lichtempfindlichkeit
L
- Lichtformer
Zubehör, das Blitz- oder Dauerlicht formt und weicher macht (z. B. Softbox, Beauty Dish). Die Lichtführung entscheidet maßgeblich über die Wirkung eines Business-Portraits - schmeichelhaft, klar oder dramatisch.
- Lizenzfrei / Royalty-Free
Ein Lizenzmodell (v. a. bei Stockfotos), bei dem Sie ein Bild nach einmaliger Zahlung mehrfach nutzen dürfen. Beauftragen Sie dagegen ein individuelles Shooting, erhalten Sie einzigartige Bilder - die Nutzungsrechte werden separat vereinbart.
Auch: Softbox, Beauty Dish, Reflektor
Auch: Royalty Free, RF
M
- Model Release
Die schriftliche Einwilligung abgebildeter Personen zur Veröffentlichung ihrer Bilder. Bei Mitarbeiterfotos rechtlich wichtig (DSGVO/Kunsturhebergesetz) - auch für den Fall, dass Mitarbeitende das Unternehmen verlassen.
- Moodboard
Eine Sammlung von Beispielbildern, Farben und Stimmungen, die vor dem Shooting den gewünschten Look festlegt. Ein Moodboard hilft, Ihre Erwartungen und die Vorstellung des Fotografen abzugleichen.
Auch: Einwilligungserklärung, Vertragsfreigabe
Auch: Stilcollage
N
- Nutzungsrecht
Das Recht, die Fotos in einem vereinbarten Rahmen zu verwenden (Medium, Dauer, Region). Es wird vom Fotografen eingeräumt und ist getrennt vom Urheberrecht zu sehen. Achten Sie im Angebot auf Umfang und Laufzeit der Rechte.
Auch: Lizenz, Usage Rights
O
- On-Location-Shooting
Ein Fotoshooting bei Ihnen vor Ort - im Büro, in der Produktion oder an einem passenden Außenort. Zeigt echte Arbeitsumgebung statt neutralem Studio und wirkt dadurch besonders glaubwürdig.
Auch: Vor-Ort-Shooting
R
- RAW
Das unkomprimierte Rohdatenformat der Kamera mit maximaler Bildinformation. Fotografen bearbeiten daraus die finalen Bilder. RAW-Dateien werden in der Regel nicht herausgegeben - Sie erhalten fertige JPEG/TIFF-Dateien.
- Recruiting-Fotografie
Bilder speziell für Stellenanzeigen und Karriereseiten. Sie sollen potenzielle Bewerber ansprechen und ein realistisches, sympathisches Bild vom Arbeitsalltag vermitteln.
- Retusche
Die feine Nachbearbeitung, z. B. Entfernen von Hautunreinheiten oder störenden Details. Bei Business-Portraits ist eine dezente Retusche üblich, die natürlich bleibt; High-End-Retusche geht weiter (etwa für Kampagnenmotive).
Auch: Rohdatenformat
Auch: HR-Fotografie, Karrierefotos
Auch: Bildretusche, High-End-Retusche
S
- Schärfentiefe
Der Bereich eines Bildes, der scharf abgebildet wird. Eine geringe Schärfentiefe stellt die Person frei und lässt den Hintergrund verschwimmen - ein häufig gewünschter, professioneller Look.
Auch: Tiefenschärfe, Depth of Field
T
- Tagessatz / Honorar
Die Vergütung des Fotografen, oft als Tages- oder Halbtagessatz plus Bearbeitung und Nutzungsrechte. Ein transparentes Angebot listet diese Posten getrennt auf. Mehr dazu im Ratgeber und auf der Preise-Seite.
- Team-Shooting
Ein Shooting, bei dem mehrere oder alle Mitarbeitenden fotografiert werden - einzeln, in Gruppen oder beides. Wichtig für einheitliche Team-Seiten; planen Sie ausreichend Zeit pro Person ein.
Auch: Tagespauschale, Fee
Auch: Gruppenfoto, Mitarbeiterfotos
W
- Weißabgleich
Sorgt dafür, dass Weiß auch unter unterschiedlichem Licht neutral aussieht und Hauttöne natürlich wirken. Ein korrekter Weißabgleich ist Grundvoraussetzung für authentische Farben in Ihren Firmenbildern.
Auch: White Balance